den Abschied plan

Wer die Planung seiner Beerdigung nicht seinen Angehörigen überlassen möchte, kann seine Wünsche in einer Bestattungsverfügung regeln. Von der Frage der Bestattung (z.B. Erd-, See, Urnenbestattung oder auf in einem Friedwald) bis den den einzuladenden Personen und Grabpflege kann vieles angeordnet werden.
Bestimmt man einen Totenfürsorgeberechtigten, so ist dieser für die Umsetzung verantwortlich. Dieser würde sich dann an den Bestatter werden und alles Nötige regeln.
Viel Streit kann vermieden werden, wenn man diese mit den Angehörigen zuvor abstimmt.

Vorsorgevertrag mit Bestatter

Aber man kann auch direkt – bereits zu Lebzeiten – mit dem Bestatter in einem Vorsorgevertrag vieles regeln. Der mögliche Nachteil: Die Bestattungskosten werden erhoben. Viele Bestatter lassen dann das Geld bei eine Treuhandgesellschaft (z.B. Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG) verwalten. Der Vorteil, das Geld ist auch bei Insolvenz des Bestatters geschützt.
Die Stiftung Warentest nimmt die Vorsorgeverträge regelmäßig kritisch unter die Lupe und kam 2018 zum Ergebnis: sicher aber unflexible. Im Fall einer Kündigung verlangt der Bestatter eine Pauschale. Diese kann bis zu 20 % der Auftragssumme ausmachen. Das ist ein ganze Menge.

Sterbegeldversicherungen

Die Finanzierung der Bestattung kann auch über eine Sterbegeldversicherung abgesichert werden, etwa wenn das Geld derzeit nicht direkt zur Verfügung steht. Bei der Sterbegeldversicherung handelt es sich um einen geldzehrenden Kapitallebensversicherung. Daher wird sich der Abschluss meist nicht empfehlen. Bei langer Laufzeit zahlt man häufig mehr ein, als am Ende ausgezahlt wird.
Meist kann die Beerdigung auch einfach aus dem Nachlass finanziert werden.

Sollte dies nicht möglich sein, können Angehörige die übernommenen Bestattungskosten auch als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen, soweit es sich um angemessene Kosten (bei etwa 7.500 Euro) handelt.

Bestattungskosten und Sozialamt

Einen Vorteil bieten Treuhandverträge und Sterbegeldversicherung: Das Sozialamt greift hierauf (grundsätzlich) nicht zu. Das gilt auch, wenn jemand zum Pflegefall wird und nur noch sein Schonvermögen (derzeit 5.000 Euro) hat. Wichtig ist dabei die Zweckbindung des Betrages für die Übernahme der Bestattungskosten.
Kürzlich hat das Verwaltungsgericht Münster (Az. 6 K 4230/17) einen Betrag von 10.500 Euro in einem Bestattungsvorsorgevertrag für eine Erdbestattung für „unantastbar“ erklärt: Die Auflösung würde für den Vorsorgenden ein unzumutbare Härte darstellen.

Bestattungskosten in Bonn

Die Bestattung in einer Urnengemeinschaft kosten in Bonn rund 1800 Euro, inklusive dem Öffnen und Schließen des Grabes sowie einer Dauergrabpflege für die nächsten 15 Jahre (Bestatter Kentrup, GA 16. Juli 2019).
Die Kosten für eine Einzelgrab im Format von 1,2 x 2,8 Meter von etwa 5.000 bis 7.500 Euro für ebenfalls 15 Jahre. Allerdings ohne Sarg, Urne und Bestatterkosten.

Bonner Friehofsgärtner-Genossenschaft

Die Bonner Friedhosfgärtner-Genossenschaft mit 14 Gärtnereibetrieben bietet Hinterbliebenen eine Dauergrabpflege an. Auch hier werden Treuhandverträge über die Pflegekosten für lange Laufzeiten abgeschlossenen und die Arbeiten der beauftragen Gärtnereien kontrolliert.
https://www.friedhofsgaertner-bonn.de/

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